Start Ausgewähltes Schweiz: E-Zigaretten sind beliebter als NET bei Raucherentwöhnung

Schweiz: E-Zigaretten sind beliebter als NET bei Raucherentwöhnung

73
0
TEILEN
Stop smoking message shown by breaking a cigarette

Suchtmonitoring Schweiz hat im Oktober 2016 veröffentlicht, dass E-Zigarretten mit 5.8% das am häufigsten verwendete Mittel gegen Entzugserscheinungen bei Langzeitrauchern war. Damit steht es vor Nikotinkaugummi (3.8%), Nikotinpflastern (3.4%) und Literatur (3.3%).

Ein Umschwung zwischen 2013 und 2015

Die letzten Zahlen zeigen einen ganz anderen Trend zu der Situation, die vor zwei Jahren der Fall war. Damals war Nikotinkaugummi (9.2%), Nikotinpflastern (6.9%) die beliebtesten Wege für Langzeitraucher mit dem Tabakkonsum aufzuhören. Zu dieser Zeit war der Anteil an E-Zigaretten bei gerade einmal 2.7%.

Weitere Beobachtungen zeigen, dass über die Hälfte (52.8%) der Raucher mit Rauchen in den kommenden Monaten aufhören wollen, eine Zahl die sich im Vergleich zu vorherigen Studien deutlich verbessert hatte. Die Menschen die nicht aufhören wollten, nannten als Hauptgrund “das Vergnügen”(49% der Langzeitraucher und 60.7% der gelegendlichen Raucher).

Das “Vergnügensprinzip” ist das was die meisten Raucher zu dem Wechsel zu E-Zigaretten bewegt. Und dieses Vergnügen wird durch die Vielzahl von Varporisors und der sicherer Umgang im Vergleich zum Rauchen von verbranntem Tabak.

Das relative Risiko von Vaping im Vergleich zum Rauchen ist eine Bewegung, die die meisten schweizer Raucher wahrscheinlich schon verstanden haben, da die Gründe die “Prävention von Krankheiten” (33.4%) und die “Gesundheitlichen Konsequenzen des Rauchens” sind (16.1% Netto-Rückgang seit 2013: 21.1%).

Ein politisches Status Quo mit Hinsicht auf eine liberalere Sichtweise

Der schweizer Tabakprodukkontrollakt (LPTab) ist derzeit in Bearbeitung und der wachsende Konsum an E-Zigaretten kommt damit zu einer guten Zeit. Fassen wir das noch einmal zusammen, letzten Juni 2016 hatte der Schweizer Ständerat den LPTab Entwurf vorgelegt, in einer Version, die E-Zigaretten mit Zigaretten als Tabakprodukt gleich stellt. Ein Vorschlag, der energisch vom Ausschuss für soziale Sicherheit und Gesundheit der Staaten (CSSS-E) abgelehnt wurde.

Der schweizer Verband Helvetic Vape hat noch nicht offiziell zu den letzten Zahlen der Umfrage Stellung genommen. Aber, es ist denkbar, das diese Veröffentlichung dessen Position entgegen der Regierung und für eine Legalisierung von Nikotin E-Liquids verstärkt, sowie dessen Bemühen für eine Einstufung von Vaping Produkten separat von Tabakprodukten. Der gesunde Menschenverstand: Wer würde Alkoholiker in die Spirituosenabteilung zurückschicken und so tun als ob es für diese gut wäre.

9.0% der Raucher haben den Willen mit Rauchen aufzuhören, nachdem sie in den letzten 30 Tagen eine E-Zigarette geraucht hatten und nur 2.7% von dessen sind nicht an Raucherentwöhnung interessiert. Der Bericht zeigt, dass die Benutzung von E-Zigaretten zur Hilfe bei der Raucherentwöhnung trotzdem noch weniger genutzt wird, als bei dessen europäischen Nachbarn. Jedoch mit der Ermöglichung von Nikotin E-Liquids könnten die Gesundheitsbehörden die Öffentlichkeit in Bezug auf Vaping und den Umstieg von Rauchen auf Vaping beruhigen.

Keine Schlussfolgerung zu den Auswirkungen der E-Zigarette auf die Raucherentwöhnung, aber ein starkes Signal

In dem Bericht wird angegeben, dass “die Auswirkungen von E-Zigaretten auf die Raucherentwöhnung nicht durch die Studie erschlossen werden können”, jedoch erlaubt der Bericht eine Indikation, dass die Situation durch eine Lockerung der Beschränkungen in Bezug auf E-Liquids einen positiven Effekt haben könne.  Dies zeigt ein starkes Signal an die Regierung, wie zu beobachten durch die dreifache Interesse für das Aufhören bei E-Zigarettenbenutzern im Vergleich zu Benutzern von herkömmlichen Zigaretten.

Mehr über den Kampf des Konsumentenvereins Helvetic Vape:

http://www.vapingpost.com/2016/06/20/an-update-with-olivier-theraulaz-on-the-situation-of-nicotine-products-in-switzerland/

Kuendig H., Notari L., Gmel G., 2016. Désaccoutumance tabagique en Suisse en 2015 – Analyse des données du Monitorage suisse des addictions, Addiction Suisse, Lausanne, Suisse.