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Original-Artikel von Jérôme Harlay

Das Zentrum für Suchtforschung an der University of Victoria of BC (CARBC) veröffentlichte gerade einen wissenschaftlichen Bericht, „Clearing the Air„, rund um das Thema e-Zigaretten. Der Bericht ist eine Literaturrecherche und eine Zusammenfassung der wissenschaftlichen Forschung über die e-Zigarette.

Eine systematische Überprüfung der Gefahren und VorteileN von e-Zigaretten und Dampfgeräten

Unter der Leitung von Renée O’Leary, Marjorie MacDonald, Tim Stockwell und Dan Reist wurden wissenschaftliche Erkenntnisse über E-Zigaretten bis April 2016, 15 Datenbanken, sowie 1.622 Zeitschriftenartikel herangezogen.

  • Entwöhnung mit Dampfgeräten: Nachweise hochqualitativer Studien sind ermutigend, obwohl nicht genug Studien in diesem Bereich durchgeführt wurden, um eine abschließende Wirksamkeit zu belegen.
  • Verwendung von Dampf-Geräten durch Jugendliche: Die Verfasser fanden in der Literatur zwei unabhängige Analysen, die im Widerspruch zur Gateway-Theorie stehen. Sie ergänzen dahingehend, dass in den USA, Kanada und anderen Ländern der Tabakkonsum der 12-19-Jährigen sinkt, im Gegensatz zum Dampfen. Es wird berichtet, dass bis zu 72% der jungen Bevölkerungsgruppe nikotinfreie Liquids verwenden.
  • Passiv-Exposition durch Dampf: Chemische Analysen über E-Zigarettenemissionen lassen auf eine weit geringere Toxizität im Vergleich zu klassischen Zigaretten (um mehrere Größenordnungen) schließen. Jedoch können Umstehende beim Einatmen von Dampf einer nachweisbaren Menge an Nikotin ausgesetzt werden. Ein großer Unsicherheitsfaktor betrifft Emissionen von Partikeln, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Metallen, bei denen die Ergebnisse widersprüchlich sind.

 

Die Forscher sehen dies als „sehr vielversprechende“ Schlussfolgerungen aus den Vergleichsstudien zwischen Rauchen und Dampfen in Hinsicht auf die Schadensreduktion. Die Abwesenheit von Teer, von Kohlenmonoxid und 77% der Toxine, die im Tabakrauch enthalten sind, sind Tatsachen die für die e-Zigaretten sprechen.

Die Verfasser empfehlen, dass „beste verfügbare Beweise“ für regulatorische Zwecke verwendet werden und nicht „unbegründete Ängste vor einem Gateway-Effekt“. Zudem muss die Politik sicherstellen, dass „nur die sichersten Geräte legal zugänglich sind“ und dass Raucher bei ihren Beendigungsbemühungen begleitet werden.


O’Leary R., MacDonald M., Stockwell T., & Reist D. (2017). Clearing the Air: A systematic review on the harms and benefits of e-cigarettes and vapour devices. Victoria, BC: Centre for Addictions Research of BC.